Die Geschichte des Theaters im Nestroyhof ist eine über 100 Jahre alte und es ist eine Geschichte, die sich im wiederholten Verschwinden ihrer Existenzberechtigung immer wieder ihre Gegenwart zurückholt. Das Theater Nestroyhof Hamakom setzt in einem durch diesen Ort evozierten Spannungsfeld den Schwerpunkt auf Kulturarbeit im aktuellen globalen Kontext zwischenmenschlicher und zwischenkultureller Bewegung, Ausgrenzung und Entgrenzung, Gedächtnis und Identitätskampf, Flucht und Zuflucht.

Hier (Hamakom heißt auf Hebräisch ‚Der Ort’) sollen kreative Arbeits-, Denk- und Bewegungsfelder in Zeit- und Raumspuren erkundet werden; es soll wieder Theater gemacht werden, und in einem erweiterten Programm neben den darstellenden Künsten auch jene der Literatur, der Philosophie, der Wissenschaften und der Filmwelten präsentiert werden.